Meckesheim

Ort
74909 Meckesheim
Standort
Krebsbachweg 1, Städtischer Bauhof
Koordinate
49.319598°, 008.816883°
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Beschreibung

Die HLS in Meckesheim ist technisch einzigartig, da Hörmann hier grundsätzlich zwar eine F71 aufgestellt hat, diese aber direkt mit Teilen einer HLS 381 (mind. der Kopf) modernisiert wurde. Wie es dazu kam ist in den Hintergrundinfos nachzulesen.

1984 wurde mit der Planung der HLS begonnen, nachdem die Ortsrufanlage in Meckesheim irreparabel defekt war. Bisher wurde die Warnung der Bevölkerung einzig durch diese Ortsrufanlage durchgeführt, was im nordbadischen Raum einzigartig war. Da der Bund kein Geld zur Anschaffung eines ZS-Sirene von Wandel&Goltermann zur Verfügung stellen konnte, wurde dort eben aus Bundesmitteln eine Hochleistungssirene installiert. Die Anlage wurde 1992 nach Auflösung des Warndienstes an die Gemeinde übergeben.

Während der Hochwasserkatastrophe im Kraichgau im Sommer 1994 wurde der Bunker vollständig überflutet und die Anlage damit zerstört. Als im Jahre 2001 der Festplatz am Bauhof neu gestaltet wurde, wurde die Anlage komplett demontiert.

Hintergrundinfos zum Standort am Ende der Seite.

Hersteller und Typ
Hörmann
Sonderkonstruktion
Aufstellung
Gittermast 19,5m
Baujahr
1984
Seriennummer
913
Zustand
Demontiert
seit 2001

Historische Bilder der HLS

Aus privaten Beständen stammen die beiden Luftbilder, die die HLS an ihrem Standort neben dem Bauhof in den 1980er Jahren zeigen. Des Weiteren konnte im Buch "Meckesheim-Mönchzell, Bilder aus Vergangenheit und Gegenwart" eine Nahansicht der katholischen Kirche entdeckt werden, auf der man im Hintergrund sehr deutlich die HLS erkennen kann.

Hintergrundinfos

Geschenkte HLS aus der Schweiz

Die Anlage war laut der Hörmann-Standortliste ein Geschenk aus der Schweiz. Bei Recherchen im Kreisarchiv lies sich erfahren, dass diese F71 mit Baujahr 1971 in der Tat 1984 gebraucht aus der Schweiz überführt, modernisiert und dann in Meckesheim aufgestellt wurde.

Weiter geht aus den Unterlagen hervor, dass Hörmann lediglich die Überführung aus der Schweiz und die Umbau- und Montagearbeiten in Rechnung stellte. Die Anlage an sich wurde nicht in Rechnung gestellt.

Inzwischen ist klar, dass es sich bei der Anlage um eine Musteranlage handelte, die vom schweizer Zivilschutz für Tests beschafft wurde. Nach Abschluss der Tests geriet die Anlage in einem Zivilschutzlager in Bern in Vergessenheit. Als man das Lager 1984 aufgab und die HLS fand, bot man an, diese kostenlos an Hörmann zurückzugeben. Per Zufall konnte diese dann direkt nach Meckesheim geliefert und aufgestellt werden.